STADT SALZBURG

Kindheit und Jugendjahre von Joseph Mohr

Joseph Mohr wurde am 11. Dezember 1792 als uneheliches Kind der Strickerin Anna Schoiber und eines Musketiers der fürsterzbischöflichen Garde in der Salzburg geboren und hat in der Steingasse 31 in der Bischofsstadt Salzburg gelebt. Dort verlebte er seine Kindheit und Schulzeit in ärmsten Verhältnissen. Seinen Vater hat er niemals kennengelernt. Getauft wurde er nur wenige Stunden nach seiner Geburt im Salzburger Dom.

Trotz der ungünstigen Familienverhältnisse hatte Joseph Mohr Glück – und Talent. Im Domvikar Johann Nepomuk Hiernle fand er einen verständnisvollen Gönner, der den heranwachsenden Buben unterstützte, wo immer es ihm möglich war. In den Vorbereitungsklassen und später im Akademischen Gymnasium gehörte Mohr stets zu den besten Schülern. Sein musikalisches Können bescherte ihm 1807 einen Platz im Stiftschor St. Peter. Damit kam der 15-jährige Mohr in den Genuss einer exzellenten, sehr praxisbezogenen Ausbildung: Jährlich mussten 600 Einsätze absolviert werden.

Die anschließende theologische Ausbildung im damals Königlich-Bayerischen Lyzeum in Salzburg wurde mit der Priesterweihe im Dom am 21. August 1815 abgeschlossen. Am 16. März 1819 wurde ihm die große Ehre zuteil, im Dom die Fastenpredigt halten zu dürfen – ein untrüglicher Hinweis auf seine außerordentlich guten rhetorischen Fähigkeiten, seine Sprachgewalt und seine theologische Versiertheit.

Salzburg Museum

„Stille Nacht 200 – Geschichte.Botschaft.Gegenwart“

29.09.2018 – 03.02.2019

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